Latex-FAQ

Latexkleidung und Pflege

XalateX-Artikel sind aus hochwertigem Naturgummi gefertigt und jedes einzelne Kleidungsstück ist Handarbeit aus Deutschland. Wir produzieren unsere Kleidung in einem hochwertigen Klebeverfahren. Anregendes Tragegefühl und unwiderstehliches Aussehen – das Gummi passt sich Ihrem Körper an wie eine zweite Haut und durch die glänzende Oberfläche entstehen bezaubernde Lichtreflexe, die dir einen unvergesslichen Auftritt garantieren. Latex ist also ein ganz spezielles Material für Kleidung, und um unseren Kleidungsstücken eine lange Haltbarkeit zu ermöglichen, solltest du die Pflege und angemessene Lagerung der Ware nicht außer Acht lassen.

Fragen und Antworten zum Thema Latex

Wir haben die häufigsten Fragen rund um das Thema Latex für dich gesammelt. Du kannst auf die Frage klicken, um zur Antwort zu gelangen.

 

1.  Was ist Latex eigentlich?

Latex, oder genauer: Latexgummi, ist ein Naturprodukt, das aus der Milch des Latexbaums hergestellt wird. Billige (und qualitativ meist minderwertige) Produkte aus Latex werden im Tauchverfahren mit Formen direkt aus der Latexmilch hergestellt, ähnlich wie Kondome. Aufwendigere Stücke werden dagegen aus dem weitaus stabileren gewalzten Bahnenlatex zusammengeklebt (genaugenommen kaltgeschweißt, da Werkstoff und Kleber chemisch identisch sind), seltener auch genäht. Die Klebeverbindung hat gegenüber der klassischen Naht den Vorteil der größeren Dehnbarkeit, was der Passform zugute kommt. Nähte perforieren außerdem prinzipbedingt das Material, was der Stabilität abträglich ist, weshalb diese Nähte im allgemeinen zusätzlich noch hinterklebt werden müssen um ein Ausreißen zu verhindern. Einen Einstieg für weitergehende Informationen findest du z.B. in der Wikipedia.

2. Wie pflege ich Latex richtig?

Latexpflege ist wichtig: Damit Ihre Latexkleidung immer gut aussieht und lange hält solltest du den Kontakt mit Fetten und diversen Metallen (siehe unten) vermeiden. Nach jedem Tragen solltest du deine Latexkleidung mit einem Reinigungsprodukt aus dem Fachhandel oder einer fett- und ölfreien Waschlotion und viel Wasser säubern. Andernfalls können sich u.U. Mikroorganismen breit machen. TIPP: Nach dem ersten Waschgang das Wasser wechseln und die Kleidung mit klarem Wasser, dem Sie etwas Silikonöl beigegeben haben, erneut spülen. Der so entstehende dünne Silikonfilm verhindert ein Verbacken des Materials beim Trocknen, schützt die Oberfläche und verleiht dem Stück Glanz. Hänge deine Kleidung nach der Reinigung an einem luftigen Ort so zum Trocknen auf, dass möglichst nichts aufeinander klebt. Während des Trocknens bilden sich häufig weißliche Flecken. Diese werden durch im Material enthaltene Restfeuchtigkeit verursacht und sind keinerlei Anlass zur Sorge – die Flecken verschwinden wieder, sobald alles gut durchgetrocknet ist. Wenn die Kleidung vollständig getrocknet ist kann sie zur erneuten Lagerung vorbereitet werden.

3. Wie lagere ich meine Latexkleidung richtig?

Um ein Verkleben von Latexteilen zu verhindern können Sie das Kleidungsstück mit Talkum pudern oder mit Silikonöl einreiben. Statt reinem Talkum kann durchaus auch handelsüblicher Babypuder verwendet werden, aber bitte nur solcher ohne Öle und möglichst unparfümiert! Um Falten und Knicke zu vermeiden, hänge die Kleidung locker auf, möglichst an einem Ort, an dem sie nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt ist. Für Oberteile und Ganzanzüge eignen sich breite Kleiderbügel ohne scharfe Kanten. Wenn im Schrank zuwenig Platz ist können z.B. die Beinteile eines Ganzanzuges über die Schultern umgeschlagen werden. Für Hosen und Röcke eignen sich Kleiderbügel mit gummierten(!) Clips besonders gut. Kleinteile wie Socken und Strümpfe können hängend oder liegend gelagert werden. Generell sollten scharfe Knicke vermieden werden, da sie sich im Gegensatz zu leichten Falten nicht wieder aushängen. Ein Hinweis zum Thema Talkum: Talkum an sich ist medizinisch unbedenklich, das Einatmen von Talkumpuder sollte allerdings möglichst vermieden werden, es kann nämlich auf Dauer im Extremfall eine Lungenfibrose auslösen, also das, was im Volksmund „Staublunge“ heißt. Um Latexkleidung gleichmäßig mit Talkumpuder zu überziehen und gleichzeitig Staubwolken zu vermeiden empfiehlt es sich, das gereinigte und trockene Kleidungsstück zusammen mit etwas Talkumpuder in einem großen Plastiksack gut durchzuschütteln.

4. Was sollte man Latex auf keinen Fall antun?

Sonnenlicht ist auf Dauer Gift für Ihre Latexkleidung. Der UV-Anteil im Licht beschleunigt den Zerfall des Materials und das Verblassen der Farben. Bahnenlatex ist nämlich nicht so stark durchvulkanisiert wie z.B. Autoreifen (riecht deshalb auch angenehmer) und enthält weniger bzw. andere Zusatzstoffe. Fette und fette Öle sollten ebenfalls nicht mit dem Material in Kontakt kommen – wer das Resultat sehen möchte, kann ja mal einen Haushaltsgummi mit Butter einreiben und eine Weile liegen lassen: schön ist anders. Bitte creme dich also vor dem Tragen von Latexkleidung nicht ein und verwenden Sie zur Latexreinigung möglichst nur geringe Mengen eines neutralen Reinigungsmittels, das nicht rückfettet! Verschiedene Metalle (z.B. Kupfer, Messing und Bronze) können – besonders bei helleren Farben – leicht unschöne Materialverfärbungen hervorrufen. Vom Hersteller an Latexkleidung angebrachte Metallteile wie Nieten, Reißverschlüsse etc. sind üblicherweise aus unproblematischem Material wie Stahl. Achte aber bitte darauf, dass die Kleidung möglichst nicht über längere Zeit mit fremden Gürtelschnallen, Reißverschlüssen, Druckknöpfen etc. in Kontakt kommt.

5. Wie bringe ich meine Latexkleidung zum Glänzen?

Reibe deine Latexkleidung mit Hilfe eines weichen Schwammes oder Tuches dünn mit Silikonöl ein. Am besten eignet sich spezielles Latexpflegemittel oder auch reines Silikonöl. Manche Haushaltsmittel auf Silikonbasis und das bekannte Cockpit-Spray für’s Auto eignen sich zwar theoretisch auch, sind aber nicht empfehlenswert, da sie oft unerwünschte Zusätze enthalten und nicht unbedingt für den längeren Kontakt mit der Haut geeignet sind. Vorsicht bei Pflegemitteln aus der Sprühflasche: der Sprühnebel legt sich auf alle Flächen und verwandelt beispielsweise Fliesenböden, speziell im Zusammenspiel mit Wasser, in eisglatte Rutschbahnen – Unfallgefahr! Außerdem sollte der Sprühnebel auf gar keinen Fall eingeatmet werden – beachte unbedingt die Hinweise des Herstellers.

6. Wie vermeide ich Schäden und Risse?

Latex sollte möglichst nicht mit scharfkantigen Gegenständen (Schmuck, Piercings, langen Fingernägeln, etc.) in Kontakt kommen. Zerren und reiße nicht heftig an deinem Kleidungsstück. Latex ist zwar sehr elastisch, Vermeide aber eine Überdehnung – selbst wenn das Material nicht gleich reißt, können unschöne Beulen entstehen, die sich nicht wieder zurückbilden!

7. Was tun, wenn doch mal was kaputt geht?

Die Latexreparatur ähnelt der Reparatur eines kaputten Fahrradschlauches. Kleinere Risse oder Löcher werden mit einem Latexflicken in gleicher Farbe hinterklebt. Bei größeren Schäden ist das Kleidungsstück aber leider oft nicht mehr zu retten, denn selbst wenn eine Reparatur technisch noch machbar ist, ist die schöne Optik schlicht dahin. Falls du noch keine Erfahrung mit der Reparatur hast raten wir dir von eigenen Versuchen an liebgewonnenen Teilen ab. Sende uns lieber per E-Mail ein Foto des defekten Kleidungsstückes zu, damit wir beurteilen können, ob eine Reparatur möglich ist bzw. lohnt. In einem solchen Fall reparieren wir dein Kleidungsstück. Weitere Infos dazu findest du hier.

8. Wie komme ich richtig rein und wieder raus?

Kurze Antwort: OHNE ROHE GEWALT!!! Lange Antwort: Da Latex nicht sonderlich leicht über die Haut gleitet empfiehlt sich die Verwendung einer Anziehhilfe. Das kann Talkumpuder oder Silikonöl sein. Talkumpuder wird oft zum Anprobieren im Fachgeschäft verwendet, weil sich das Material hier noch im „Urzustand“ befindet, also noch nie eingeölt wurde. Für den Hausgebrauch empfehlen wir jedoch Silikonöl, da es das Material pflegt, vor Umwelteinflüssen schützt und schön zum Glänzen bringt. Außerdem verhindert man so Talkumflecken auf anderer Kleidung und vermeidet weiße Rinnsale, die sich Ihren Weg bahnen, wenn man doch einmal etwas stärker schwitzt. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Talkumpuder einer Latexallergie Vorschub leisten kann. Talkum und Silikonöl sollten möglichst nicht gemeinsam verwendet werden, denn dann entsteht ein zäher weißer „Schlamm“, der sich nur mühsam wieder von der Kleidung entfernen lässt. Größte Vorsicht ist beim Anziehen mit langen Fingernägeln, Piercings und ähnlichem geboten! Ausziehen: enganliegender Kleidungsstücke entledigt man sich am besten unter einer warmen Dusche, ohne Seife oder Shampoo. Die Latexkleidung gleitet dann auf dem Wasserfilm wunderbar leicht über die Haut. Sollte Duschen gerade nicht möglich sein, kann auch hier, wie beim Anziehen, eine zusätzliche Dosis Talkumpuder oder Silikonöl helfen. Handschuhe, Socken und Strümpfe werden beim An- und Ausziehen am besten gerollt – wie ein Kondom.

9. Schwitzt man nicht schrecklich in Latexkleidung?

Ja. Nein. Doch. Vielleicht. Kommt darauf an. Der menschliche Körper verliert fortlaufend Flüssigkeit über die Schweißdrüsen. Über diesen Mechanismus reguliert er unter anderem seinen Wärmehaushalt. Da Latex wasserundurchlässig ist kann der Schweiß nun aber nicht ohne weiteres in die Umgebung verdunsten und so den Körper kühlen. An diesem Punkt muss man nun zwischen hautengen und locker sitzenden Kleidungsstücken unterscheiden: bei enger Kleidung kann der Schweiß die Hautoberfläche nicht verlassen und wird teilweise von der Haut wieder aufgenommen (resorbiert). Solange es also nicht extrem warm ist und/oder man sich körperlich nicht sonderlich stark betätigt (z.B. tanzt, turnt etc.), bildet sich lediglich ein konstanter dünner Feuchtigkeitsfilm zwischen Haut und Latex, der oft erst beim Entkleiden spürbar wird. Versucht der Körper jedoch größere Mengen überschüssiger Wärme loszuwerden oder trägt man weit geschnittene Latexkleidung, unter der die Haut die Feuchtigkeit mangels direktem Kontakt nicht so gut wieder aufnehmen kann, so nimmt die Schweißproduktion stark zu und die überschüssige Feuchtigkeit sucht sich ihren Weg der Schwerkraft folgend.
<h4id=“frage10″>10. Friert man nicht schrecklich in Latexkleidung?

Ja. Nein. Doch. Vielleicht. Kommt darauf an. Latex nimmt recht schnell die Temperatur seiner Umgebung an. Da es gleichzeitig (in den für Kleidung üblichen Materialstärken) ein schlechter Wärmeisolator ist, kann der Körper bei niedrigen Umgebungstemperaturen schnell auskühlen. Das „Zwiebelschalenprinzip“ bei kalter Umgebung gilt also bei Latexkleidung genau wie bei Kleidung aus gewöhnlichen Gewebearten auch, sprich: lieber etwas drüber- oder drunterziehen, als sich eine Erkältung holen.

11. Was ist eine Latexallergie?

Das ist in jedem Fall ein Thema, dessen Behandlung den Rahmen dieser kleinen FAQ-Liste bei weitem überschreitet. Zumal im Netz der Netze wohl kaum noch eine weitere laienhafte Darstellung eines medizinischen Themas vonnöten wäre. Daher hier schlicht einige weiterführende Links zum Thema: Seiten der Latex-Allergie-Informations-Vereinigung Das Thema Latexallergie bei MedHost.de Artikel „Latexallergie – Stress mit dem Gummi“ bei Netdoktor.de

12. Ich habe noch Fragen oder Anmerkungen, was nun?

Ganz einfach: Benutze unser Kontaktformular – wir beantworten gerne alle deine Fragen zum Thema Latex und Latexkleidung: